Welche Chancen und welche Risiken bietet Social Media? – Besuch eines Podcasters & YouTubers

Bano Diop ist Eventmanager, Podcaster und YouTuber. Am vergangenen Freitagnachmittag besuchte er den Wahlpflichtkurs „Musik & Medien“ des 10. Jahrgangs bei Frau Schneider, um aus dem Nähkästchen zu plaudern: Was ist ein Podcast? Was sind die Vorteile eines Podcasts? Was ist die Motivation, einen solchen zu erstellen? Und was unterscheidet Podcasts von YouTube?

Mit diesen Fragen stiegen wir in ein gemeinsames sehr informatives Gespräch ein. Aber nicht viel später sprach Bano Diop auch über seine Erfahrungen, die er durch sein Aussehen (sein Vater kommt aus Senegal) erlebt hat – oder besser: erleben musste: Ausgrenzung in der Schule, ungerechtfertigte Kontrollen, Misstrauen von Mitbürgern, Vorurteile, die ihn in schwierige Situationen gebracht haben. „Ich habe es erlebt, was es heißt, auf dem Boden zu liegen und jemand tritt noch auf dich drauf. Die Motivation, warum ich Podcasts und YouTube-Videos mache, ist es, anderen diese Erlebnisse zu ersparen!“ Durch all die Ausgrenzung hat Bano als Kind und Jugendlicher irgendwann selbst an sich gezweifelt. „Aber ich habe gelernt, dass ich nur helfen kann, dass Vorurteile nach und nach abgebaut werden, wenn ich  nicht wütend, sondern ruhig reagiere und in jeder Situation zeige, dass ich nicht so bin, wofür die Leute mich halten.“ In seinen YouTube-Videos motiviert Bano Diop seine Zuschauer und Zuhörer, stets authentisch und die beste Version von sich selbst zu sein.

Selbstverständlich interessierte uns Schüler auch, ob man mit Social Media Geld verdienen kann. Aber Bano Diop machte uns schnell klar, dass dies nicht die Motivation sein sollte. Sein Tipp: „Ihr habt ein Thema, das euch auf der Seele brennt und das ihr an die Öffentlichkeit bringen wollt? Dann macht es! Mir geht es nicht darum, der große Klick-König oder reich zu werden, sondern darum, eine Botschaft zu vermitteln und authentisch zu sein.“

Als kleine Denkaufgabe gab Bano uns noch die folgenden Fragen mit auf den Weg: Was bedeutet für uns Erfolg? Und was bedeutet für uns Reichtum? Bano selbst kennt viele Bundesliga-Fußballer und hat in seinem Beruf viel mit sehr reichen Menschen zu tun. Was er aber immer festgestellt hat, ist, dass Zeit für jeden gleich ist und jeder selbst darüber entscheiden kann, wofür er diese nutzt. Und dass man sich mit Geld weder Freunde noch Vertrauen kaufen kann.

Es war eine spannende Stunde, in der wir viel über die Vor- und Nachteile der Social-Media-Welt erfahren haben. Danke, für deinen Besuch, Bano!

https://banodiop.de/

https://www.youtube.com/channel/UCDsi4vQofyCaZ2t5HKgh7QA

 

Text/Photo: A. Schneider

Besuch der Zeitzeugen am Ehestorfer Weg – Lebendige Geschichte gegen das Vergessen

Am 20. Februar 2020 durften wir zum dritten Mal in Folge den Besuch der Zeitzeugen Hamburg an unserer Schule erleben.

Im Zuge des Gesellschaftsunterrichts und dem damit verbundenen Thema „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ haben sich unsere Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs eingehend auf diesen Tag und die besondere Begegnung vorbereitet. Lisa Schomburg, Frauke und Hans-Jörg Petershagen sowie Manfred Hüllen erzählten im Interview mit den Schülerinnen und Schülern auf eindrucksvolle Weise über ihre persönlichen Erlebnisse und Lebensgeschichten aus dieser Zeit.

Bilal (10a), Simon und Havva (10c) sowie Deniz (10e) führten das Interview stellvertretend für die gesamte Schülerschaft, die als Plenum anwesend war. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Dieser Vormittag bleibt allen Anwesenden sicherlich noch lange im Gedächtnis. Dank der Zeitzeugen kann Geschichte erlebbar gemacht und aus erster Hand weitererzählt werden. Diese Chance sollten wir nutzen solange wir sie noch haben.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Zeitzeugen für ihr so wichtiges Engagement!

 

Text/Photo: M. Lauxtermann

Schülerband „Krasse Sneakers“ rockt die Bühne

Am Mittwoch, dem 29.01.2020 waren fünf Schüler und eine Schülerin unserer Schule besonders aufgeregt. Denn für die Bandmitglieder Kira, Anton, Jahno, Paul (5c), Vishal und Adnan (6a) ging es gemeinsam mit ihrer Musiklehrerin Frau Schneider zu ihrem ersten öffentlichen Auftritt in die Innenstadt.
„Krasse Sneakers“ heißt die Band, die regelmäßig freitagnachmittags im Jamliner probt und eigene Stücke komponiert. Mit ihrem ersten Song „Ich raste aus“ durften sie sich nun vor vielen Zuschauern anderer Schulen auf der Bühne der Jugendmusikschule in Hamburg präsentieren – und bekamen großen Applaus und viele Komplimente für ihren gelungenen Auftritt! „Ihr wart RICHTIG gut!“, sagte eine Schülerin einer anderen Schule aus Harburg nach ihrem Gig.
Wir sind schon alle sehr gespannt auf die weiteren Songs und Auftritte der Band im kommenden Schulhalbjahr.

 

Text & Foto: A. Schneider

Tag der offenen Tür an der Stadtteilschule Ehestorfer Weg

Am Freitagnachmittag war es so voll in der Stadtteilschule Ehestorfer Weg, dass sich in den umliegenden Straßen kaum noch Parkplätze fanden. Viele interessierte Eltern waren zu diesem Infotag gekommen, um Antworten auf ihre Fragen zu finden: Was passiert eigentlich an der Schule meines Kindes? Auf welche Schule soll ich mein Kind nach dem Sommer schicken? Welche Strukturen gibt es im Unterricht?  

Neben einer kleinen Einleitung durch die Schulleitung in der Aula gab es viel zum selber entdecken: Einblicke in die verschiedenen Profilklassen, Angebote zum Mitmachen oder Informationen zu unserem HAFEN, dem mit dem Hamburger Bildungspreis ausgezeichneten Zentrum für Individualisierung und persönliche Zuwendung.

Im Physikraum konnten Experiment durchgeführt werden, im Schulgarten gab es Stockbrot am Lagerfeuer, es gab Tanzvorführungen aus den 6. Klassen mit dem Projekt Step by Step sowie Musik von der Lehrerband. Wer wollte, konnte Schach spielen, englische Spiele kennenlernen, mit dem Forscherkoffer arbeiten oder sich in Kunst und Robotik einführen lassen. Lichtinstallationen aus dem Kunstbereich rundeten das Ganze ab.

Das Wichtigste aber waren die vielen intensiven Gespräche zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, die hier passgenaue Antworten auf die vielen individuellen Fragen fanden. Und das alles fand nicht nur auf Deutsch statt; es gab am interkulturellen Stand Übersetzungen auf Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Arabisch und Türkisch, so dass alle Fragen beantwortet werden konnten – egal in welcher Sprache.

Viele Eltern haben sich schon Termine im Sekretariat für die Anmeldewoche ab 3. Februar geben lassen. Um Wartezeiten zu vermeiden, sichern auch Sie sich gerne einen Termin. Wir freuen uns auf Sie und ganz besonders auf die neuen Schüler in Klasse 5 und 7.

 

Text: J. Ehrnsberger

Deliberation – ein Projekt über Demokratieverständnis und Entstehung von Diskriminierungen

Am 01.10.2019 startete die Workshop-Reihe „Deliberation“ (offener, reflektierter Austausch) in Kooperation mit Social Science Works gUG und dem IN VIA Projekt „Respekt Coach“ an unserer Schule. Prof. Dr. Hans Blockland, Gründer und Mitarbeiter von Social Science Works, kam zu den Terminen an die Schule und führte mit Kollegen durch die Workshops.

Insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7 – 10 haben sich freiwillig für die Teilnahme gemeldet und haben an 8 Terminen in zwei Gruppen jeweils zwei Stunden zu Themen wie Demokratie, Freiheit, Emanzipation und Respekt deliberiert. Anschließend war die Frage: „Wieso gibt es Diskriminierungen wie Sexismus, Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit, Abwertung homosexueller Menschen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Fremdenfeindlichkeit und wie entstehen sie?“. Ziel der Workshop-Reihe war es, das Demokratieverständnis zu fördern und das Entgegentreten aller Arten von Diskriminierung zu stärken. In beiden Gruppen sind sehr anregende und interessante Gesprächsrunden entstanden, die zwar unterschiedliche Dynamiken und Richtungen nahmen, aber am Ende für alle bereichernd und erkenntnisreich waren.

Der Höhepunkt der Workshop-Reihe war der Tagesausflug nach Berlin im Dezember. Dort haben wir nach einem kurzen Abstecher zum Reichstagsgebäude die Mahnmale für die Opfer im Nationalsozialismus (Juden, Sinti und Roma, behinderte Menschen, Homosexuelle) besucht. An den Mahnmalen haben wir uns mit den Fragen: „Wozu werden Denkmäler erstellt?“, „Was haben sich die Künstler bei dem Entwurf der Denkmäler gedacht?“ und „Sind Denkmäler wichtig?“ etc. auseinandergesetzt. Für alle waren die Workshop-Tage und der Ausflug nach Berlin eine gelungene Veranstaltung und als Feedback gab es von vielen: „Gibt es nächstes Jahr wieder so ein Projekt?“.

Ich danke allen Schülerinnen und Schülern für die Teilnahme an dem Workshop und die anregenden Gespräche. Eure offene und ehrliche Art war eine Bereicherung für alle Beteiligten!

Organisiert und begleitet durch Frau Tiras-Hazer Projekt „Respekt Coach“, IN VIA Hamburg e.V.