Die Schulentwicklung an der Stadtteilschule Ehestorfer Weg

Unsere Schule liegt in Harburg, im Stadtteil Eißendorf. Unsere 745 Schülerinnen und Schüler kommen aus ganz unterschiedlichen Kulturen und Elternhäusern, aber ihnen allen ist eins gemeinsam: sie möchten ernst genommen, gesehen und wertgeschätzt werden; alle möchten Anerkennung erfahren. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dazu zu verhelfen, sich als Lernende zu erfahren, sich wahrzunehmen in den Voraussetzungen, die jeder mitbringt und dabei immer wieder nach den persönlichen Sternen zu greifen, sich und sein eigenes Lernen auszuschöpfen. Auch wir Lehrende sind dabei Lerner. Im gemeinsamen Tun entwickeln wir uns weiter. Unser Verständnis ist, dass wir unseren Kindern in Menschlichkeit und Würde begegnen und das erwarten wir ebenso umgekehrt, ganz besonders auch im Umgang miteinander! Ein solches Grundverständnis kann nur gedeihen mit Eltern, die diese Haltung ebenfalls teilen.

Wir befinden uns in einem bedeutsamen Change-Prozess und haben wichtige strukturelle Veränderungen zum besseren Gelingen von Schule und Unterricht auf den Weg gebracht. Zum Schuljahr 2018/19 wurden ein offener Beginn und eine 60-Minutentaktung eingeführt. Der offene Beginn mit dem Start des Unterrichts um 8:30 Uhr eröffnet den multiprofessionellen Teams neue Handlungsfelder. Durch die 60-Minutentaktung haben wir erreicht, dass alle Fächer mindestens zweimal und oftmals dreimal die Woche unterrichtet werden; Lernen kann kontinuierlicher und nachhaltiger erfolgen. Die Beratungs-, Präventions-, Forschungs- sowie Förder- und Forderangebote wurden im „HAFEN“ zusammengeführt, für den wir im Herbst 2019 mit dem Hamburger Bildungspreis ausgezeichnet wurden. Der Name steht für Halten, Ankommen, Fördern/Fordern, Entspannen und Neuausrichten. Besonders im HAFEN ermöglichen wir den Schülerinnen und Schülern die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Engagement.

All die vielen Projekte und Neuerungen, die unsere Schule ausmachen, können nur umgesetzt werden, wenn wir uns als ein Team verstehen, das Kollegialität lebt und in dem jeder einzelne seine jeweiligen Stärken zum Einsatz bringen kann. Unsere 71 Lehrerinnen und Lehrer, unsere 12 Sonder- sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen bilden, zusammen mit den Hausmeistern und den Sekretärinnen, dieses Team, das sich zum Ziel gesetzt hat, engagiert Ideen zur Erziehung und Weiterentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler umzusetzen. So ist es uns gelungen, vielfältige Projekte auf den Weg zu bringen. Wir tragen seit 2014 das Prädikat Bewegte Schule, sind seit 2016 Deutsche Schachschule sowie seit 2017 mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet und nehmen an dem Projekt 23+ – Starke Schulen teil. Im Rahmen von 23+ setzen wir uns intensiv mit der Qualität von Schule und insbesondere der Unterrichtsentwicklung auseinander, um die Lernerfolge unserer Schülerinnen und Schüler noch weiter zu verbessern. Um das zu erreichen, haben wir zunächst die Lernzeit grundlegend überarbeitet. Die neu entwickelte Lernzeit ermöglicht eine intensive individuelle Auseinandersetzung mit den jeweiligen Lerninhalten, sie fördert eigene Denkprozesse, sie gibt Raum zur Reflexion und bereitet so den Boden für ein selbstbestimmtes kontinuierliches Lernen im Unterricht und darüber hinaus

Wir laden Sie herzlich ein, unsere Schule näher kennenzulernen. Auf unserer Homepage finden Sie weitere wichtige Informationen zu unserer Schule, dem Schulleben, dem Unterricht und unseren pädagogischen Grundsätzen. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Tobias Langer
(Schulleiter)

Welche Chancen und welche Risiken bietet Social Media? – Besuch eines Podcasters & YouTubers

Bano Diop ist Eventmanager, Podcaster und YouTuber. Am vergangenen Freitagnachmittag besuchte er den Wahlpflichtkurs „Musik & Medien“ des 10. Jahrgangs bei Frau Schneider, um aus dem Nähkästchen zu plaudern: Was ist ein Podcast? Was sind die Vorteile eines Podcasts? Was ist die Motivation, einen solchen zu erstellen? Und was unterscheidet Podcasts von YouTube?

Mit diesen Fragen stiegen wir in ein gemeinsames sehr informatives Gespräch ein. Aber nicht viel später sprach Bano Diop auch über seine Erfahrungen, die er durch sein Aussehen (sein Vater kommt aus Senegal) erlebt hat – oder besser: erleben musste: Ausgrenzung in der Schule, ungerechtfertigte Kontrollen, Misstrauen von Mitbürgern, Vorurteile, die ihn in schwierige Situationen gebracht haben. „Ich habe es erlebt, was es heißt, auf dem Boden zu liegen und jemand tritt noch auf dich drauf. Die Motivation, warum ich Podcasts und YouTube-Videos mache, ist es, anderen diese Erlebnisse zu ersparen!“ Durch all die Ausgrenzung hat Bano als Kind und Jugendlicher irgendwann selbst an sich gezweifelt. „Aber ich habe gelernt, dass ich nur helfen kann, dass Vorurteile nach und nach abgebaut werden, wenn ich  nicht wütend, sondern ruhig reagiere und in jeder Situation zeige, dass ich nicht so bin, wofür die Leute mich halten.“ In seinen YouTube-Videos motiviert Bano Diop seine Zuschauer und Zuhörer, stets authentisch und die beste Version von sich selbst zu sein.

Selbstverständlich interessierte uns Schüler auch, ob man mit Social Media Geld verdienen kann. Aber Bano Diop machte uns schnell klar, dass dies nicht die Motivation sein sollte. Sein Tipp: „Ihr habt ein Thema, das euch auf der Seele brennt und das ihr an die Öffentlichkeit bringen wollt? Dann macht es! Mir geht es nicht darum, der große Klick-König oder reich zu werden, sondern darum, eine Botschaft zu vermitteln und authentisch zu sein.“

Als kleine Denkaufgabe gab Bano uns noch die folgenden Fragen mit auf den Weg: Was bedeutet für uns Erfolg? Und was bedeutet für uns Reichtum? Bano selbst kennt viele Bundesliga-Fußballer und hat in seinem Beruf viel mit sehr reichen Menschen zu tun. Was er aber immer festgestellt hat, ist, dass Zeit für jeden gleich ist und jeder selbst darüber entscheiden kann, wofür er diese nutzt. Und dass man sich mit Geld weder Freunde noch Vertrauen kaufen kann.

Es war eine spannende Stunde, in der wir viel über die Vor- und Nachteile der Social-Media-Welt erfahren haben. Danke, für deinen Besuch, Bano!

https://banodiop.de/

https://www.youtube.com/channel/UCDsi4vQofyCaZ2t5HKgh7QA

 

Text/Photo: A. Schneider

Besuch der Zeitzeugen am Ehestorfer Weg – Lebendige Geschichte gegen das Vergessen

Am 20. Februar 2020 durften wir zum dritten Mal in Folge den Besuch der Zeitzeugen Hamburg an unserer Schule erleben.

Im Zuge des Gesellschaftsunterrichts und dem damit verbundenen Thema „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ haben sich unsere Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs eingehend auf diesen Tag und die besondere Begegnung vorbereitet. Lisa Schomburg, Frauke und Hans-Jörg Petershagen sowie Manfred Hüllen erzählten im Interview mit den Schülerinnen und Schülern auf eindrucksvolle Weise über ihre persönlichen Erlebnisse und Lebensgeschichten aus dieser Zeit.

Bilal (10a), Simon und Havva (10c) sowie Deniz (10e) führten das Interview stellvertretend für die gesamte Schülerschaft, die als Plenum anwesend war. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Dieser Vormittag bleibt allen Anwesenden sicherlich noch lange im Gedächtnis. Dank der Zeitzeugen kann Geschichte erlebbar gemacht und aus erster Hand weitererzählt werden. Diese Chance sollten wir nutzen solange wir sie noch haben.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Zeitzeugen für ihr so wichtiges Engagement!

 

Text/Photo: M. Lauxtermann

Schülerband „Krasse Sneakers“ rockt die Bühne

Am Mittwoch, dem 29.01.2020 waren fünf Schüler und eine Schülerin unserer Schule besonders aufgeregt. Denn für die Bandmitglieder Kira, Anton, Jahno, Paul (5c), Vishal und Adnan (6a) ging es gemeinsam mit ihrer Musiklehrerin Frau Schneider zu ihrem ersten öffentlichen Auftritt in die Innenstadt.
„Krasse Sneakers“ heißt die Band, die regelmäßig freitagnachmittags im Jamliner probt und eigene Stücke komponiert. Mit ihrem ersten Song „Ich raste aus“ durften sie sich nun vor vielen Zuschauern anderer Schulen auf der Bühne der Jugendmusikschule in Hamburg präsentieren – und bekamen großen Applaus und viele Komplimente für ihren gelungenen Auftritt! „Ihr wart RICHTIG gut!“, sagte eine Schülerin einer anderen Schule aus Harburg nach ihrem Gig.
Wir sind schon alle sehr gespannt auf die weiteren Songs und Auftritte der Band im kommenden Schulhalbjahr.

 

Text & Foto: A. Schneider

Tag der offenen Tür an der Stadtteilschule Ehestorfer Weg

Am Freitagnachmittag war es so voll in der Stadtteilschule Ehestorfer Weg, dass sich in den umliegenden Straßen kaum noch Parkplätze fanden. Viele interessierte Eltern waren zu diesem Infotag gekommen, um Antworten auf ihre Fragen zu finden: Was passiert eigentlich an der Schule meines Kindes? Auf welche Schule soll ich mein Kind nach dem Sommer schicken? Welche Strukturen gibt es im Unterricht?  

Neben einer kleinen Einleitung durch die Schulleitung in der Aula gab es viel zum selber entdecken: Einblicke in die verschiedenen Profilklassen, Angebote zum Mitmachen oder Informationen zu unserem HAFEN, dem mit dem Hamburger Bildungspreis ausgezeichneten Zentrum für Individualisierung und persönliche Zuwendung.

Im Physikraum konnten Experiment durchgeführt werden, im Schulgarten gab es Stockbrot am Lagerfeuer, es gab Tanzvorführungen aus den 6. Klassen mit dem Projekt Step by Step sowie Musik von der Lehrerband. Wer wollte, konnte Schach spielen, englische Spiele kennenlernen, mit dem Forscherkoffer arbeiten oder sich in Kunst und Robotik einführen lassen. Lichtinstallationen aus dem Kunstbereich rundeten das Ganze ab.

Das Wichtigste aber waren die vielen intensiven Gespräche zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, die hier passgenaue Antworten auf die vielen individuellen Fragen fanden. Und das alles fand nicht nur auf Deutsch statt; es gab am interkulturellen Stand Übersetzungen auf Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Arabisch und Türkisch, so dass alle Fragen beantwortet werden konnten – egal in welcher Sprache.

Viele Eltern haben sich schon Termine im Sekretariat für die Anmeldewoche ab 3. Februar geben lassen. Um Wartezeiten zu vermeiden, sichern auch Sie sich gerne einen Termin. Wir freuen uns auf Sie und ganz besonders auf die neuen Schüler in Klasse 5 und 7.

 

Text: J. Ehrnsberger