Die Ausbildungsklasse

Die Teilnahme an der Ausbildungsklasse unterstützt die SuS im 10. Jahrgang dabei, den (e-)ESA zu erlangen. Außerdem verhilft ihnen die Ausbildungsklasse gleichzeitig zu einer konkreten Anschlussperspektive (in der Regel Ausbildung im dualen System).

Die Ausbildungsklasse ist eine Alternative für SuS, die den Ersten Bildungsabschluss (ESA) im Jahrgang 10 noch erwerben müssen bzw. den eESA erlangen wollen. Gleichzeitig richtet sich das Angebot an SuS, die noch nicht die notwendigen Voraussetzungen für einen Übergang in den Beruf besitzen oder einen Förderstatus §12 Lernen haben. Es stellt ein Angebot für SuS dar, die im Laufe ihrer Schulzeit viele frustrierende Erfahrungen im Bereich des schulischen Lernens gemacht haben.

Die in Frage kommenden SuS und ihre Eltern werden durch die Klassenleitungen und Sonderpädagogen im Jg 9 für die Teilnahme am Projekt beraten. Grundlage für die Beratung stellen das Halbjahreszeugnis und die Prognosen aus Klasse 8 und 9 dar. Die SuS bewerben sich daraufhin für die Teilnahme. 

Die Ausbildungsklasse zielt darauf ab, allen SuS eine Anschlussperspektive aufzuzeigen. Diese kann unterschiedlicher Art sein und wird individuell vermittelt. Der Fokus liegt auf dem Beginn einer Ausbildung nach erfolgreicher Teilnahme an der Ausbildungsklasse. Dabei erhalten die Jugendlichen durch praktische Erfahrungen eine konkrete berufliche Perspektive und werden dazu befähigt, eine begründete Berufswahl für sich treffen zu können. Jede/r SuS soll eigene Grenzen wahrnehmen und sich gleichzeitig seiner Stärken und Fähigkeiten bewusst werden, um so eine realistische berufliche Perspektive zu erarbeiten.

Zusätzliches Ziel der Ausbildungsklasse ist das Erreichen des (e-)ESA.

Zudem werden Basiskompetenzen, wie Ordnung am Arbeitsplatz, Pünktlichkeit, Teamfähigkeit, Höflichkeit und Kritikfähigkeit für die kommende Ausbildung und das Berufsleben eingeübt und gefördert.

Die Struktur der Ausbildungsklasse beruht auf zwei großen Säulen. Unterricht und betriebliches Lernen sind in der Ausbildungsklasse miteinander verzahnt: An drei Tagen der Woche lernen die SuS in der Schule, an zwei Tagen der Woche nutzen sie den Praktikumsbetrieb als außerschulischen Lernort, um ihr praktisches Wissen zu erweitern. Es geht dabei um praxisnahes Lernen in einem konkreten Berufsfeld zur Vorbereitung auf die sich anschließende Ausbildung.

Durch das Ineinandergreifen dieser beiden grundlegenden Säulen tragen die SuS ihre Stärken im praktischen Arbeiten in die Betriebe und empfehlen sich als mögliche Auszubildende. Erfolge im Betrieb tragen wiederum dazu bei, die Motivation für die schulische Arbeit zu verbessern.

Die SuS sowie die Eltern verpflichten sich, dass bis zum Beginn der Sommerferien ein Praktikumsplatz für das erste Schulhalbjahr gesucht und der KLL der Ausbildungsklasse nachgewiesen wird. KLL der Ausbildungsklasse und SoPäd des Jahrganges beraten im Verlauf der Jahrgangsstufe 9 die SuS und die Eltern. BerEB und BS-KollegIn unterstützen außerdem bei der Praktikumssuche.

Ein möglicher Stundenplan der Ausbildungsklasse