Zeitzeugen

Der letzte Tag vor den Märzferien sollte für den 10. Jahrgang ein ganz besonderer sein: ca. 70 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen hatten die einmalige Chance drei Zeitzeugen zu ihren Erlebnissen im Hamburg des 2. Weltkrieges und der Nachkriegszeit zu befragen. Waltraud Ullmann (86), Günter Lübke (88) und Manfred Hüllen (79) waren (kleine) Kinder als der Nationalsozialismus in Deutschland sowie der 2. Weltkrieg begann. Am 23. Februar 2018 teilten sie für zwei Stunden ihre Erfahrungen und Erinnerungen mit den Schülern im Clubraum unserer Schule.

Im Vorfelde haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Gesellschaftsunterrichts Fragen entwickelt und gesammelt, die sie den Zeitzeugen stellen wollen. Diese Fragen wurden dann stellvertretend von 3 Schülermoderatoren verlesen.

  • Wie kann es sein, dass so viele den Nationalsozialisten folgten?
  • Wie sah Hamburg im zweiten Weltkrieg aus?
  • Wie gestaltete sich das alltägliche Leben im Krieg und in der Nachkriegszeit?

Als Waltraud Ullmann (86), Günter Lübke (88) und Manfred Hüllen (79) von ihren Erlebnissen berichteten, herrschte teilweise angespannte Stille im Clubraum. Sowohl das Berichtete als auch die unmittelbar erlebbaren Emotionen der Zeitzeugen berührten die zuhörenden Schüler sehr. Das Gehörte macht betroffen, erzeugt z.T. inneren Widerstand, wirft Fragen auf.

Die Begegnung ist sowohl für die Zeitzeugen als auch die Schüler eine lehrreiche, nachhaltige Erfahrung.

Wir danken Frau Zehe für die Vorbereitung und Organisation für diese einmalig tolle Chance!